• Ulrike Freimuth

Über meinen persönlichen Weg jetzt gerade...

Heute ist schon der 1. Juni, wieder beginnt ein Monat, wieder liegen jungfräuliche Tage vor uns, wieder schenkt uns das Leben viel Zeit. Was wirst du aus diesem Geschenk machen? Wie wirst du diese Lebenszeit gestalten? So hoffe ich sehr, dass es dir/ euch gut geht und du in der aktuellen Zeitqualität gut landest. Dies wird ein persönlicher Text, da ich gerne mit dir bzw. Euch teilen mag, was sich in meinem Leben momentan verändert und welche inneren Prozesse natürlich damit einhergehen.


Wie einige bereits wissen, habe ich vor 2 Wochen meinen Job im Jobcenter zum 01.07. gekündigt. Raus aus der Sicherheit eines unbefristeten Vertrages und relativ guten Gehalts. Raus vor allem aus einer Maschinerie, einem gefühlten Schleuderwaschgang über die letzten beiden Jahre. Die Entwicklung im Jobcenter zeigt in eine sehr ungesunde Richtung, für die Mitarbeiter:innen. Der Druck, also das Arbeitspensum, wurde permanent erhöht, viele sind längst über ihre Kapazität belastet, nur wenige sprechen dies allerdings offen an. Viel Angst ist zu spüren. Und ein Verharren in sehr widrigen Umständen, anstatt endlich die Missstände offen anzugehen. Letztlich liegt dies in der Verantwortung jedes Einzelnen, inwieweit sie/er darin verbleibt und sich eben arrangiert.



Für mich war das nicht mehr möglich. Dafür bin ich in meinem ganzen Wesen zu sehr Freigeist und könnte mich auf Dauer nicht so verbiegen und gewissermaßen in zT sinnfreie Arbeitsabläufe einsperren lassen. In einer Behörde zu arbeiten ist kein Zuckerschlecken, es sei denn, man mag es, sich in sehr engen und genauen Strukturen zu bewegen, mit im Grunde keinem kreativen Freiraum mehr und vor allem einem Kontakt zu Menschen, der unheilsam ist. Die administrativen Prozesse und meines Erachtens nach sinnfreien Zielerreichungen stehen weit vor den Menschen, die ins Jobcenter kommen, um Unterstützung zu erhalten. Der menschliche und würdevolle Kontakt bleibt auf der Strecke. Und damit kann und will ich nicht d`acor gehen.


Da ich im Winter und zu Beginn des Jahres bereits begonnen habe, somatisch auf meine Arbeit zu reagieren, war klar, dass eine Veränderung ansteht. Und so ist über einige Monate diese Entscheidung gereift, mit natürlich vielen Ängsten und Prozessen, durch die ich gehen durfte. Doch die wachsende Zuversicht, meinem Herzens-Lebensweg mit einer Kündigung wieder näher zu kommen, haben mich darin bestärkt, diesen Schritt zu gehen. Und zum Glück fällt man in Deutschland ein ein weiches soziales Netz, so dass im Grunde nicht viel passieren kann, außer den eigenen Lebensstandrad für eine Zeit runterzuschrauben. Und das kann ich sehr gut. Dafür ist wieder mehr Lebenszeit und Raum für meine Entzfaltung da, für neue Schritte und die Erfüllung meines Lebensweges viel kostbarer. Genau das kann ich momentan wieder fühlen.


Damit ist auch ein Vertrauen verbunden, dass sich mein Weg klar abzeichnen wird. Ideen von einem Hybridmodell, also Teilzeitjob und Selbstständigkeit über ganz in die Selbstständigkeit zu wachsen, schwirren im Kopf herum. Spannend fände ich, mich Richtung E-Learning weiterzubilden, also selbst Onlinekurse zu konzipieren und umzusetzen, komme ich ursprünglich ja aus dem Schulbereich. Aber was mittlerweile noch mehr in mir kitzelt, ist der Gedanke, den direkten Weg Richtung Wirken als Therapeutin zu gehen. Und dass hieße, den kleinen Heilpraktiker (für Psychotherapie) zu absolvieren. Ein Unterfangen, vor dem ich ordentlichen Respekt habe, da ich starke Prüfungsangst habe. Das wäre dann die Chance, diese Angst endlich zu transformieren… und eben zu wachsen, über meine Ängste hinaus zu wachsen.


Das Ziel, in absehbarer Zeit wirklich als Traumatherapeutin und Naturcoach zu wirken und damit Menschen wohl am besten begleiten und auf deren Heilungsweg zu unterstützen, erfüllt mich mit Freude und zeigt, dass dies der richtige Weg ist. Und gleichzeitig offen zu bleiben für die Möglichkeiten, die das Leben jetzt noch für mich bereit hält, erfüllt mich auch mit einer gewissen Vorfreude, einem lebendigen Prickeln und eben Vertrauen.

Für jetzt ist immer noch Erholung für mich angesagt, da ich eine ziemliche Erschöpfung in mir trage, nach den letzten sehr anstrengenden Monaten. Ende Juni darf ich die Prüfung zum Traumasensiblen Coach - also Coach für Neurosystemische Integration - bei Verena König ablegen, auch das ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig bilde ich mich mehr im Naturcoaching weiter, obwohl das eigentlich ein Bereich ist, den ich durch wirlich sehr viel Selbsterfahrung wohl ausgiebig erforscht und durchdrungen habe Also: Alles auf einem guten Weg.


Das Schöne ist, dass ich den Eindruck habe, dass ich durch so viele Prozesse bereits gegangen bin und noch gehen werde, dass ich in der Einzelbegleitung von Menschen so vieles tatsächlich verstehe, mitfühle und eben von dieser damit authentischen Basis Klienten:innen durch deren Prozesse manövrieren kann. Dies gepaart mit dem Wissen der traumasensiblen Ausbildung ist einfach eine feine Ausgangslage auch für die nächsten Schritte und Entwicklungen. Es bleibt spannend.


Und dies alles vor dem Hintergrund der stärksten Sonnenkraft im Jahreszyklus, mit der wir jetzt unterwegs sind. Noch bis zur Sonnenwende am 21. werden die Tage noch länger und lichtvoller. Mit dieser Energie und Kraft sind auch tief liegende Schatten und schmerzliche Verletzungen gut zu betrachten und zu heilen.

In diesem Sinn: Was gilt es für dich zu verändern, trotz der Ängste, die mit Veränderungen naturgemäß immer einhergehen? Und findest du den Mut, das Vertrauen und die Kraft und Freude, auf dein Neues in deinem Leben zuzusteuern?


Alles Liebe für dich und deinen ganz persönlichen Lebensweg, der von niemand anderem als dir selbst definiert werden sollte...

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