• Ulrike Freimuth

# 1. Rauhnacht: Januar; Wurzeln, Ahnen, Wilde Frau und 13 Wünsche

So haben die Rauhnächte in der letzten Nacht begonnen und ich hoffe sehr, dass du einen feinen, wohligen und schönen Heiligabend im Kreise von lieben Menschen verbracht hast?

Mein Heiligabend war ganz wunderbar mit zwei Herzensmenschen, einer leichten Atmosphäre, alles in einem natürlichen Flow, mit leckerem Essen, Lachen und schönem Austausch und miteinander in zugewandtem Kontakt sein. Es gab tatsächlich auch einige tolle Geschenke :)

Heute dann offline gegangen, in einem entspannten, zufriedenen Modus, gelesen, geruht. Dann ein langer Spaziergang im Wald, von der Sonne gewärmt und immer wieder innhaltend, bewusst atmend, in den gegenwärtigen Moment zurückkehrend und mit mir in bessere Verbindung gelangend.


Die 1. Rauhnacht: Steht für Januar des neuen Jahres

Die Nacht von Heiligabend auf den 1. Weihnachtsfeiertag ist der Beginn der Rauhnächte. Und so erscheint es nur logisch zu sein, zuerst auf die eigenen Wurzeln zu schauen. Was macht deine Basis aus, worauf baust du dein Leben auf? Halte kurz inne: Was sind deine Wurzeln - was würdest du jetzt damit frei assoziieren?


Tatsächlich geht es in der 1. Rauhnacht, die für den Monat Januar des kommenden Jahres steht, um deine Verbindung zu deinen Ahnen. Grade Weihnachten lädt uns ein, uns unsere Verbindung zu unserer Familie anzuschauen, auch zu den bereits verstorbenen Familienmitgliedern. Sie haben dafür gesorgt, dass du jetzt lebst. Sie haben Kriege, Hungersnöte und andere Herausforderungen überlebt - damit du jetzt dein Leben gestalten kannst. Und dabei haben wir die besten Bedingungen, grade hier in Europa. Auch mit der momentanen neuen Situation im Außen, die so viel Entwicklung in Gang gesetzt hat, geht es uns richtig gut.



Die Fragen, die ich dir heute mitgeben mag:

Betrachte deine Verbindung zu deiner Familie, die deine irdischen Wurzeln sind. Wer gibt dir Kraft, Vertrauen, Schutz? Wer steht hinter dir? Mit wem fühlst du eine innere, innige Verbundenheit (auch wenn die Person schon verstorben sein sollte)? Wer schwächt dich? Wer zieht dir Energie, Selbstwert und lässt dich straucheln?

Wichtig wäre hier: Wo braucht es von deiner Seite Vergebung? Ist die Zeit dafür reif oder braucht es noch einen Prozess im Vorfeld (zB einen Brief schreiben, den aber nicht abschicken, sondern verbrennen und die damit verbundenen Gefühlen durchleben, bis sie sich in Frieden auflösen)? Was gilt es noch in Frieden zu bringen bzw wo wäre es an dir, um Vergebung zu bitten?


Um selbst gut und stabil in deinem Leben zu stehen, ist es wichtig, dich mit deinen Vorfahren, deiner Familie auf gute Weise zu verbinden. Das heißt nich zwangsläufig, dass du mit noch lebenden Familienmitgliedern in realem Kontakt sein musst, wenn dieser eben nicht heilsam, sogar verletzend für dich ist. Wichtig wäre die innere Verbindung, der innere Frieden mit der Person.


Praktische Übung:

Ehre deine Ahnen. Du kannst eine Kerze oder auch mehrere für die Menschen deiner Familie anzünden, vielleicht auch Fotos aufstellen oder Symbole, die für deine Ahnen stehen. Gedenke dabei ein paar Minuten deiner Vorfahren und Familie und schaue, welche Gefühle sich zeigen möchten. Vielleicht gibt es noch ungelösten Groll und Schmerz, vielleicht spürst du Liebe, Dankbarkeit und Respekt. Alles darf da sein.



Die Wilde Frau

Die 1. Rauhnacht wird auch dem Archetypus der Wilden Frau zugeordnet. Es geht um deine Urinstinkte, deine Wildheit, Ungezähmtheit und deine natürliche Intuition.

Analog können auch Männer schauen, was der wilde Mann für sie bedeutet, der nicht soweit entfernt von der wilden Frau ist.

Hier verlinke ich einen Artikel zum Archetyp der Wilden Frau: Artikel Wilde Frau


Die 13 Wünsche

Im vergangenen Jahr folgte ich einem Impuls und schrieb 13 Wünsche auf, die ich mir für 2020 erhoffte in Erfüllung zu gehen. Ich schrieb bereits jeweils den Monat dazu, in welchem ich gerne die Realisierung erhoffte. Dann zog ich jeweils einen Wunsch zu jeder Rauhnacht und schrieb diese auf. Erstaunlicherweise erfüllten sich tatsächlich sehr viele der Wünsche. Meist in den Monaten, in denen ich sie gezogen hatte. Und nicht jeder 1:1 in der Form, wie ich mir das vorgestellt hatte…


Hier also die Übung:

Schreibe 13 Wünsche für 2021 auf 13 Zettel. Gehe dabei wirklich in dich, in die Stille und lasse die Wünsche aus deinem Inneren heraus entstehen. Es können ganz materielle Wünsche sein, aber auch Qualitäten, die du gerne verwirklichen magst. Ziehe dann jede Rauhnacht einen Zettel. Du kannst dann a: den Zettel direkt verbrennen oder vergraben, in einen Fluss werfen, ohne ihn zu lesen. Oder b: du schreibst den Wunsch in der Rauhnacht auf und ordnest diesen dem Monat zu, für die die Rauhnacht steht. Also Wunsch heute gezigen, wird dem Januar 2021 zugeordnet usw. Danach kannst du wieder verbrennen, vergraben, etc. Lasse die Wünsche dann los und schaue auch nicht mehr nach, welcher Wunsch in welchem Monat in Erfüllung gehen sollte. Gehe ins Vertrauen und leben dein Leben in 2021. Und klar, wenn konkrete Handlungen gefordert sind, gehe in die Aktion. Ich habe mir zB einen neuen Job gewünscht. Also habe ich irgendwann begonnen, Bewerbungen zu schreiben… Der Job kam dann tatsächlich in dem Monat zu mir, an dem ich den Wunsch dafür gezogen hatte.


Rächern:

Die Rauhnächte sind eng verbunden mit räuchern. Das reinigt deine Zuhause energetisch und schafft eine angenehme, geklärte, oft friedliche Atmosphäre. Altes aus diesem Jahr kann gehen, negative und fremde Energien auch. Wie räuchern funktioniert, findest du im Internet. Besonders Weihrauch, Beifuss, weißer Salbai, Engelwurz und Wacholderbeeren eignen sich momentan zum räuchern.


So wünsche ich dir heute noch einen wunderbaren Ausklang der 1. Rauhnacht.

Herzensgruß von Ulrike






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