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Wenn die Selbstliebe deinen tiefsten Schmerz sanft umhüllt…

  • Autorenbild: Ulrike Freimuth
    Ulrike Freimuth
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Warum machst du all die innere Arbeit?

Bitte halte einen kurzen Moment inne und lass die Frage in dir wirken. Vielleicht magst du dir Zeit nehmen und diese Frage entspannt mit ein paar geschriebenen Zeilen beantworten. Ohne besonders schlaue Sätze liefern zu müssen. Sondern viel mehr aus deinem Inneren aufsteigen lassen, was dich wirklich motiviert, was dich antreibt. Und darüber zu erkennen, was deine volle, liebevolle Aufmerksamkeit ruft.


Die letzten Tage habe ich mich wieder sehr zurückgezogen. Fühle noch die Energie des Jahres der Schlange. Der Häutungsprozess geht weiter. Seit Mitte Dezember nochmals in einer anderen Qualität. Einer anderen Tiefe. Und Intensität. Schicht um Schicht geht es tiefer, wird mehr Schmerz und Wut frei gelegt. Nach diesen Prozessen nehme ich die wachsende Verbundenheit zu mir, zu den inneren Anteilen wahr. Mehr innerer Frieden. Mehr Ruhe. Mehr mit mir in wirklicher Verbindung sein. Und mit dem, was uns alle umfließt, beschützt und heilt.


Heute Morgen wieder schwer und traurig gefühlt. Mit einem Kakao-Ritual in den Tag gestartet. Die Spirits und besonders Mama Kakao um Heilung und Führung gebeten. Und dann: Loslassen. Hingabe an das, was sich zeigt.


Bei mir heute: Die tief verletzte und einsame Teenagerin. Damals waren es wirklich sehr harte Umstände, in denen sie funktionieren, überleben musste. Ausreise aus Weimar. Kompletter Cut vom Freundeskreis, als grade 13jährige, die langsam anfing, zur jungen Frau zu erblühen. Dann der Wechsel in ein völlig unsicheres Umfeld. Das wirklich Schwierige war mein Zuhause. Gewalt. Ablehnung. Nichts konnte ich richtig machen für meine Eltern. Trotzdem, sehr viel Verantwortung aufgebürdet bekommen. Schule genauso unsicher. Kein Zufluchtsort mehr, außer die Felder außerhalb des Dorfes.


Und heute: Habe ich, die Erwachsene, nicht mehr dagegen angekämpft. Gegen den tiefen Schmerz, den dieser Teenager-Anteil trägt.


Es war eine liebevolle Hingabe. Ein Raum schenken für den Schmerz, die Verzweiflung, die Überforderung und tiefe Einsamkeit dieser Teenagerin. Und das fühlt sich bei all den leidvollen Gefühlen doch auch schön und heilsam an.

Ich, die Große, habe der Teenagerin sehr genau zugehört und habe mich ihr so liebevoll zuwenden können. Sie durfte alles aussprechen und durchfühlen, was damit verbunden war. Auch die Verantwortung an meine Eltern, insbesondere an meine Mutter, zurückgegeben. Den Platz des Kindes im Familiensystem einnehmen. Es war ein stimmiger Prozess, im Flow, ohne Ergebnisorientierung.


Und vor allem: Ohne auch nur eines dieser Gefühle oder Gedanken weg machen zu wollen.

Das Heilsame heute war, dass ich tief fühlen konnte, wie sehr dieser Teenager-Anteil tief aufatmen konnte. Sie durfte genau so da sein, wie sie ist.


Und ich als Erwachsene bin im wohlwollend, zugewandten Kontakt mit ihr. Es fühlt sich sehr innig, sehr heilsam an. Endlich. Kein Ankämpfen, kein Anstrengen, kein anders haben wollen, als das, was jetzt da ist, sich zeigt.


Das ist liebevolle Selbstbeachtung. Das ist wachsende Selbstliebe.


Und genau das ist letztlich der Heilungsprozess.

Mit dem wirklich zu sein, was sich zeigt. Ohne sich in Gedanken zu verstricken. Ohne auf ein Ziel hinzusteuern. Sondern diesen liebevollen Raum zu öffnen, in dem diese versehrten Anteile einfach sein dürfen.


Das ist genau das, was ich in der Einzelbegleitung anbiete. Dieses mit dem sein, was sich im jetzt zeigt. Ohne schnell zum nächsten Schritt zu springen. Nein. Es ist ein Langsam werden, Raum geben, präsent sein, willkommen heißen. In einem beurteilungsfreien Raum.

Da geschieht die Heilung. Ganz anstrengungslos.


Kein „diesen Anteil/ dieses Gefühl will ich nicht haben“.

Sondern „ja, du bist willkommen.“

„Du darfst so sein, wie du jetzt bist.“

Und ich bin da.

Ich bin bei und mit dir. Als die Große.


Das ist alles.

Das nährt dich und deine Anteile auf tiefer Ebene. Dann wird dieses tiefe Durchatmen, ein Ausatmen spürbar. Dann können sich innere Strukturen neu ordnen. Können die versehrten Anteile nachreifen. Eine neue Kreativität, Freude, Lebendigkeit entfalten. Ohne weiterhin den alten Ablehnungen ausgeliefert zu sein.

Dann geschieht Nervensystemregulation von alleine.


Wichtigste Voraussetzung: Du als Erwachsene etablierst immer mehr eine innere Haltung eines liebevollen, interessierte Zugewandtseins zu dem, was sich in deinem Inneren zeigt.

Und du gehst genau mit dem, was sich zeigt: Wenn du noch nichts fühlst, dann fühle das. Wie fühlt es sich an, Nichts zu fühlen? Was zeigt sich dahinter? Erforsche das. Frage dich zB: Was schütze ich hier gerade?

Und wenn du viel fühlst, auch viel Schmerz: Dann frage den Anteil: Was bedrückt dich? Was brauchst du? Und schenke das dem Anteil als die Große, die du bist.


Das war und ist mein Heilungsweg. Und ich kann sicher sagen, dass ich mit einer unfassbaren Lieblosigkeit und Ablehnung über viele Jahre meiner Kindheit und Jugend konfrontiert war. Ich musste lernen, immer mehr in eine liebevolle innere Haltung mir selbst gegenüber zu wachsen. Ohne in die Selbstoptimierungsfalle zu treten. Genau das nicht mehr!


Ich wünsche dir von Herzen einen wirklich tiefen Heilungsweg. Ein tiefes mit dir in liebevoller Verbindung zu sein.


Und wenn dich diese Zeilen berühren, schau gerne mal auf meiner Webseite vorbei. Es gibt regelmäßig Workshops zu Themen der Traumaheilung. Und natürlich die traumasensible Einzelbegleitung (online).


Alles Liebe,

Ulrike


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